Authentisch leben
Für dieses Jahr habe ich mir etwas Großes vorgenommen: Ich möchte authentisch sein. Ganz und gar. Keine Rolle mehr spielen.
Das beginnt für mich damit, nichts mehr schönzureden. Vor allem mir selbst. Keine rosarote Farbe über das Leben auszuschütten à la:
"Ach, das ist ja gar nicht so schlimm..."
"Morgen wird alles besser..."
"Na gut, dann klappt sicher etwas anderes."
Stattdessen habe ich etwas Neues ausprobiert: meine negativen Gefühle einfach mal da sein lassen.
Ja, ich habe mich für ein paar Stunden mies gefühlt. Und ja, ich habe es zugelassen, ohne es wegzudrücken. Es ging irgendwann von selbst weg. Kein Drama, kein Festhalten. Einfach Raum geben und fühlen.
Ich vermute es hat auch mit meiner Erziehung zu tun. Ich habe oft Sätze gehört wie:
"Jetzt stell dich doch nicht so an!"
"Morgen schaut die Welt anders aus!"
Aber der Unterschied ist: Wenn ich meinen Gefühlen Raum gebe, fühle ich mich echter. Irgendwie mehr bei mir selbst. Es ist, als würde ich mich wieder vollständig spüren – auch die unangenehmen Seiten. Und das tut gut.
Ein Feedback, das ich kürzlich von einer Coachee bekommen habe, hat mich darin bestärkt:
"Bei dir weiß ich immer, woran ich bin – du bist unvoreingenommen, ehrlich und ohne Bewertung."
Dieses Kompliment nehme ich als Motto für 2026. Authentisch sein – in jedem Moment.